Sturmjäger

Sturmjäger

mit Schutzengel

Nach Tagen der extremen Hitze mit bis zu 35 °C, war es nur eine Frage der Zeit bis endlich eine Gewitterfront aufzieht. Gestern am Dienstag, 07. Juli war es dann soweit. Am Abend hab ich bei einer kleinen Radtour das aufziehende Gewitter aus dem Südwesten beobachten können. Nur hatte ich meine Kamera nicht dabei. Deshalb entschied ich mich, so schnell wie möglich nach Hause zu radeln und mir meine Kamera schnappen. Ich hatte die Idee, mich in Partenkirchen in der Römerstraße zu postieren. Es ist eine schöne Örtlichkeit, von wo aus man einen schönen Blick auf Garmisch-Partenkirchen mit seiner atemberaubenden Bergkulisse hat. Außerdem war ich relativ gut geschützt, denn zuerst würde das Unwetter über Garmisch ziehen, bevor es mich in Partenkirchen eingeholt hätte. Dort oben traf ich noch einen anderen Fotografen, der die gleiche Idee hatte wie ich. Während wir die Kamera für das beste Motiv in Stellung brachten, konnte man die Blitze über den Bergen Richtung Grainau und Österreich bestaunen. Aber seht selbst mein Ergebnis.

Sturmjäger

Nach dieser letzten Aufnahme mit der besten Blitzszene kam plötzlich schlagartig ein kräftiger Sturm ohne Regenfälle auf. Wir entschlossen uns trotz des Blitzspektakels zu einem Abbruch. Ich spurtete die 50 Meter zu meinem Auto mit Stativ und Kamera darauf und als ich mein Auto erreichte fing es kräftig zu regnen an. Also schnell Kofferraum auf und noch die Kamera im Rucksack verstauen. Nur dazu kam ich nicht mehr… ich hörte ein lautes Knacken und stürmte zu meiner Fahrertür als auf der Vorderseite meines Auto ein Baum Richtung Boden stürzte. Es ging alles so schnell, das ich meine Kamera mit Stativ in den noch offenen Kofferraum schmiss und meinen Fotorucksack auf die Beifahrerseite. Rein ins Auto und zum Glück hatte ich hinter mir so viel Platz gelassen, dass ich mit meinem Auto aus dieser misslichen Lage blitzschnell verschwinden konnte. Fazit: Ich hatte einen echt fleißigen Schutzengel dabei. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn mein Fahrzeug anders gestanden oder der Baum in eine andere Richtung gekippt wäre. Jetzt ist mir schlagartig klar geworden, wie es bei schweren Unwettern immer wieder zu tödlichen Unfällen kommen kann. Ich danke dem lieben Gott, dass ich Gesund wieder nach Hause gekommen bin. Was habe ich draus gelernt? In Zukunft werde ich mein Fahrzeug nicht mehr unter hohen Bäumen parken, wenn ich auf Sturmjagd gehe.

Am nächsten Tag machte ich mich früh morgens nochmal zum Ort des Geschehens auf um es am Tageslicht nochmal zu analysieren. Ich hatte wahnsinniges Glück. Mein Auto stand in der Parkbucht zwischen umgestürzten Baum und Hydrant. Die vordere Stoßstange war keine 10cm vom Baum entfernt.

Schutzengel Schutzengel Schutzengel Schutzengel

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